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Immo-Entscheid

Methodik & Quellen

Ein Rechner ist nur so gut wie seine Annahmen. Deshalb legen wir sie offen – auch dort, wo sie unbequem sind oder unser Ergebnis angreifbar machen.

Grundsatz: symmetrisch rechnen

Wo wir zwei Optionen vergleichen, müssen beide Seiten dieselben Chancen bekommen. Beim Kaufen-oder-Mieten-Vergleich heißt das: Beide Parteien geben jeden Monat denselben Betrag aus, und wer weniger fürs Wohnen zahlt, legt die Differenz an.

Viele Rechner lassen die Anlageseite des Käufers weg. Sobald dessen Rate unter der Miete liegt, wirkt Mieten dann automatisch besser, obwohl der Eigentümer den Überschuss ebenso anlegen könnte. Ein solcher Vergleich ist verzerrt, egal in welche Richtung.

Datenquellen

  • Grunderwerbsteuer: Landesgesetze und Finanzministerien der Bundesländer
  • Notar- und Grundbuchkosten: Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG)
  • Maklerrecht: Paragrafen 656a bis 656d BGB
  • Fördersätze: BAFA und KfW, Programmbedingungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude
  • Baukosten: Baupreisindizes des Statistischen Bundesamts, Handwerker-Richtpreise, Kostenübersichten der Verbraucherzentralen
  • Steuern auf Kapitalerträge: Einkommensteuergesetz und Investmentsteuergesetz

Standdaten und Pflege

Jeder Datensatz trägt im Quellcode ein Standdatum, das auf den Rechnerseiten sichtbar ausgegeben wird. Fördersätze prüfen wir vor jeder Veröffentlichung gegen die Primärquelle, weil sie sich auch unterjährig ändern können.

Wenn Sie einen Fehler finden oder eine Zahl veraltet ist, schreiben Sie uns. Wir korrigieren das und vermerken die Änderung.

Was unsere Rechner nicht können

  • Sie kennen Ihr konkretes Gebäude nicht. Feuchte Keller, Asbest oder ein maroder Dachstuhl sprengen jede Kostenschätzung.
  • Sie rechnen mit konstanten Prozentsätzen. Reale Zinsen, Mieten und Preise schwanken.
  • Sie bilden Landes- und Kommunalförderung nicht ab, weil diese zu volatil und zu kleinteilig ist.
  • Sie bewerten keine weichen Faktoren: Sicherheit, Gestaltungsfreiheit, berufliche Beweglichkeit.
  • Sie ersetzen keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung und keine energetische Fachplanung.

Unabhängigkeit

Wir sind kein Makler, keine Bank und kein Sanierungsbetrieb. Wir verdienen kein Geld daran, dass Sie kaufen, verkaufen oder sanieren. Unsere Finanzierung läuft über gekennzeichnete Partnerlinks – welche Anbieter wir empfehlen, entscheiden wir nach Eignung, nicht nach Provisionshöhe.

Praktische Konsequenz: Unsere Rechner rechnen auch die Posten mit, die andere weglassen. Das Ergebnis fällt dadurch häufiger gegen den Kauf oder die Sanierung aus. Das ist nicht Pessimismus, sondern Vollständigkeit.