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Immo-Entscheid

Entscheidung 2

Sanieren & Modernisieren

Sanieren, verkaufen oder erstmal nichts tun? Diese Entscheidung hängt an drei Zahlen: den Kosten je Gewerk, der Förderung, die Sie tatsächlich bekommen, und der Zeit bis zur Amortisation.

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Zahlen schlagen Bauchgefühl. Fangen Sie hier an, bevor Sie sich in Details verlieren.

Fördermittel-Check

Welches Bundesprogramm für Ihr Vorhaben greift und wie hoch der Zuschuss ausfällt.

Worauf es ankommt

Die entscheidenden Punkte

Reihenfolge schlägt Umfang

Die günstigsten Maßnahmen wirken am schnellsten: hydraulischer Abgleich, Dämmung der Kellerdecke und der obersten Geschossdecke. Sie kosten zusammen oft weniger als 10.000 Euro und senken den Verbrauch spürbar. Wer stattdessen mit der Wärmepumpe beginnt, installiert sie in ein Haus, das die Wärme weiter verliert – und zahlt das jeden Winter nach.

Die Förderung hat harte Deckel

Nicht der Fördersatz begrenzt den Zuschuss, sondern der Deckel der förderfähigen Kosten. Beim Heizungstausch sind das seit Juli 2026 nur noch 28.000 Euro für die erste Wohneinheit: Auch bei 45.000 Euro Rechnungssumme wird nur auf 28.000 Euro gerechnet. Bei Einzelmaßnahmen liegt der Deckel bei 30.000 Euro, mit individuellem Sanierungsfahrplan bei 60.000 Euro je Wohneinheit und Jahr.

Der iSFP zahlt sich fast immer aus

Der individuelle Sanierungsfahrplan hebt den Zuschuss um fünf Prozentpunkte und verdoppelt den Kostendeckel. Die Energieberatung, die ihn erstellt, wird selbst bezuschusst. Bei einem Sanierungspaket von 60.000 Euro sind das schnell mehrere tausend Euro zusätzliche Förderung – für eine Beratung, die Sie ohnehin brauchen.

Maßnahmen über Jahre strecken

Weil der Kostendeckel je Kalenderjahr gilt, kann es sich lohnen, ein großes Paket auf zwei Jahre aufzuteilen. Das verdoppelt den nutzbaren Deckel. Gegenzurechnen sind höhere Gerüst- und Anfahrtskosten sowie das Risiko, dass sich die Programmbedingungen zwischenzeitlich ändern.

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Sanierungsreihenfolge: Womit Sie anfangen sollten

Die Reihenfolge entscheidet über die Wirtschaftlichkeit einer Sanierung stärker als der Umfang. Welche Maßnahmen zuerst kommen, warum die Wärmepumpe fast nie am Anfang steht und wie Sie den Förderdeckel optimal nutzen.

· 6 Min.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine energetische Sanierung überhaupt?
Rein über die Energiekosten amortisieren sich Komplettpakete oft erst nach 20 bis 30 Jahren. Einzelne Maßnahmen wie die Dämmung der Kellerdecke oder der hydraulische Abgleich rechnen sich dagegen schon nach 5 bis 15 Jahren. Hinzu kommen Werterhalt, Wohnkomfort und ein höherer Verkaufspreis – diese Effekte fehlen in der reinen Energierechnung.
Womit sollte ich anfangen?
Mit dem hydraulischen Abgleich und der Dämmung von Kellerdecke und oberster Geschossdecke. Diese Maßnahmen kosten wenig, sind teils in Eigenleistung machbar und wirken sofort. Erst danach lohnen Fassade, Fenster und Heizung – eine Wärmepumpe in einem ungedämmten Haus arbeitet ineffizient und teuer.
Wie hoch ist die Förderung maximal?
Beim Heizungstausch bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, bei einem anzusetzenden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro bis zu 80 Prozent, gedeckelt auf 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Bei Einzelmaßnahmen an Hülle und Anlagentechnik 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent, bei einem Kostendeckel von 30.000 beziehungsweise 60.000 Euro je Wohneinheit.
Wann muss ich den Förderantrag stellen?
Vor der Auftragsvergabe. Wer erst beauftragt und dann beantragt, verliert die Förderung vollständig. Der übliche Weg ist ein Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung, der erst mit der Bewilligung wirksam wird.